Asiatische Riesenhonigbienen

Die Riesenbienen (Apis dorsata) fallen nicht nur durch ihre Größe von 1,8 bis 2,0 cm auf, womit sie ungefähr so groß sind wie europäische Hornissen (Vespa crabro), sondern auch weil sie in bestimmten Regionen Indiens zweimal im Jahr mit der Blütentracht wandern. Vom Norden Indiens am Fuße des Himalajas ziehen sie mehrere Wochen in den Süden. Sie geben dabei jedes Mal vor der Monsunzeit ihr Nest in der Region Assam auf, wandern ca. drei Wochen (!) jeden Tag fünf bis zehn Kilometer und bauen dann 100 bis 2000 km Wanderung ein neues Nest in der Region Brahmaputra.

Riesenhonigbienen

Sie nisten dabei in den sogenannten Bienenbäumen, die sie mit jeder Generation wiederkehrend anfliegen. In diesen Bäumen lassen sich meistens mehrere Völker nieder. Dabei wurden in einzelnen bis zu 10 Millionen Tiere gezählt. Alle Bienenbäume zeichnen sich durch ihre Größe aus; die Riesenhonigbienen bevorzugen hohe Bäume, um beispielsweise besser geschützt zu sein vor Feuer während der Trockenzeit.

Die 3sat-Dokumentation „Assam – Im Land der Bienenbäume“ gibt einen eindrucksvollen Einblick in das Leben der Riesenbienen.

Teil 1 „Assam – Im Land der Bienenbäume“
Teil 2 „Assam – Im Land der Bienenbäume“
Teil 3 „Assam – Im Land der Bienenbäume“
Teil 4 „Assam – Im Land der Bienenbäume“

Bienen haben u.a. eine sehr ausgeklügelte Duftsprache. Daneben gibt es weitere Kommunikationsformen wie das Tanzen, womit Koordinaten von Orten im Volk verbreitet werden, um z.B. die Lage neue Futterquellen oder im Falle der indischen Riesenhonigbiene Zwischenstationen der Wanderung zu vermitteln. Um bei potentiellen Feinden maximalen Schaden anzurichten versuchen Bienen möglichst auf die gleiche Stelle zu stechen. Dabei wird mit dem Stich die gestochene Stelle durch ein Pheromon markiert, der dann die anderen Arbeiterinnen zu der Stelle leitet. Hierzu muss man wissen, dass Düfte eine zentrale Rolle für Bienen spielen. Die Zugehörigkeit eines Volkes zu einer Königin wird durch verbreiten von Düften Gewähr leistet, die sie unter den Arbeiterinnen verbreitet und die für die Bienen ein Merkmal zur Wiedererkennung darstellen. Der Stich der indischen Riesenhonigbiene ist nicht nur durch die Größe und die Giftmenge schmerzhafter, sondern auch die erhöhte Aggressivität dieser Art. Europäische Bienenarten sind hingegen harmlos. Ausreichend Stiche von Riesenhonigbienen können zum Tod führen.

Auch Sir Attenborough greift in einer BBC-Dokumentation die Riesenbienen (engl. giant honey bee) auf. Der Naturfilmer Sir David Attenborough wurde durch seine vielen Naturdokumentationen und -filme weltberühmt.

Bildnachweis

Ein Gedanke zu „Asiatische Riesenhonigbienen

  1. Pingback: Asiatische Riesenhonigbienen oder Apis dorsata | Imkern in Hamburg-City

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s