3. Seminartag: Imker werden

Nach mehreren Wochen des Wartens geht es nun weiter. Der Frühling ist nun auch im Wildpark Schwarze Berge sichtbar. Im Mittelpunkt stand diesmal die Ausrüstung des Imkers. Die typische Bienenwohnung ist die so genannte Beute auch Magazin-Beute genannt, ein Kasten entweder aus Styropor oder Holz.

Beuten - Segebegrerbeute und Zanderbeute

Die Beuten bestehen aus verschiedenen Etagen, die man Zargen nennt. Beuten entsprechen so in etwa Bienen-Fertighäusern, die man in einen gewissen Bereich frei gestalten kann.

In die Zargen setzt man so genannte Rähmchen ein. Der Rahmen ist ein Holzrahm mit gespannten Drähten, auf die eine Wachsplatte angeschmolzen wird / ist. Sowohl Beuten als auch Rähmchen gibt es in sehr vielen unterschiedlichen Maßen. Rähmchen ermöglichen einen variablen Wabenbau. Einzelne Rähmchen können der Beute entnommen bzw. eingesetzt werden.

Rähmchen mit Wachsplatte

Mittels der Zargen kann man den Bienenstock variabel gestalten und ausbauen. Wenn das Volk klein ist, ist der Platzbedarf geringer. Sobald Honig eingebracht wird, setzt man eine Zarge extra ein, in die dann der Honig eingelagert wird. Für den Erwerb von Beuten gilt, dass man bei gebrauchten Beuten auf die Hygiene achten muss. Holzbeuten müssen ausgeflammt und Styropor-Beuten sollten mit Natronlauge gereinigt werden. Dies geschieht am besten unter fachkundiger Anleitung. Die Ausrüstung halten z.T. Imkervereine vor. Auch bei den Rähmchen muss man laut Literatur auf Hygiene achten. So wird empfohlen Rähmchen nicht länger als zwei Jahre zu nutzen, um zu verhindern, dass sich Krankheiten ausbreiten.

  • Beuten = bestimmte Art der Behausung für Bienen
  • Zarge = Einzelne Ebene in einer Beute
  • Bienenstock = jedliche Bienenbehausung mit Bienen
  • Rähmchen = ein Rahmen, den man in eine Beute einsetzt und in den Bienen Waben auf eine Wachsplatte bauen

Die Rähmchen gibt es in vielen unterschiedlichen Maßen, die dann entsprechende Zargen brauchen. Die wichtigsten Rähmchen-Maße sind:

  • Zander
  • Deutsch Normalmaß (DN) – *schmunzel*
  • Langstroth
  • Dadant

Die genauen Vor- und Nachteile der Rähmchengrößen kann ich nicht benennen. Deutsch-Normalmaß und Zander lassen sich wohl in einer Beute kombinieren. Vermutlich werden wir dies in den kommenden Wochen noch erfahren. Ein weiteres Investitionsobjekt ist der Smoker (siehe Foto). Da Bienen Feuer und Rauch fürchten, arbeiten Imker mit Rauch, um Bienen in die Beuten zurückzudrängen. Dazu brauch man noch einen Bienenbesen, um Bienen von den Waben zu schieben. Außerdem gibt es noch den so genannten Stockmeißel. Damit löst man eingewachste Waben aus Beuten.

Smoker

Man merkt schnell, dass die Biene ein Teil des Vereinswesens in Deutschland ist. Grundsätzlich wird so vermutlich Knowhow massiv gebündelt, ob letztendlich aber nicht auch die Offenheit für Neuerungen darunter leidet, sei mal dahin gestellt. Grundsätzlich bieten Imkervereine aber eine solide Infrastruktur und Ausbildung.

Wir hatten das letzte Mal einen Ordner mit Infomaterial vom Deutschen Landwirtschaftsverlag erhalten. Grundsätzlich sehr interessant, aber an vielen Stellen wird deutlich, dass die Materialien von einer älteren Generation geschrieben wurden, z.B. die Art und Weise wie das Internet aufgegriffen wird aber auch das Betonen, dass Imkern am besten nur im Verein erfolgen sollte. Vermutlich ist dies für Anfänger durchaus sinnvoll, aber nicht der einzige Weg wie das Beispiel Bienenkiste zeigt. Dies ist eine Haltungsmethode, die vor allem für Bieneninteressierte in der Stadt spannend ist und den Bienen einen Teil des Honigs lässt, somit ein extensives Wirtschaften darstellt. Ein weiterer Fokus sind Erträge und das Wirtschaften. Mir persönlich fehlt da die Perspektive für Menschen, die zuerst an den Tieren interessiert sind und die nicht mit Bienen wirtschaften wollen. Alternativen Haltungsmethoden wie die Bienenkiste bleiben unerwähnt.

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Ein Gedanke zu „3. Seminartag: Imker werden

  1. Pingback: Mein Imkerkurs – ein Erfahrungsbericht zum ersten Bienenjahr | Imkern in Hamburg-City

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