Bienen – Füttern des Ablegers mit Zuckerlösung

Nach dem Erhalt der Bienen habe ich etwas verspätet angefangen zu füttern. Mir war anfangs nicht klar, ab wann ich mit dem Füttern anfangen soll. So habe meine beiden Ableger erst Anfang August angefangen zu füttern; dies war eindeutig zu spät. Ich hätte wohl gleich Anfang Juli mit dem Auffüttern für den Winter beginnen können. Außerdem war mir anfangs nicht klar, was denn das Zielgewicht für meine Völker sein sollte. Ein Ableger auf einer Zarge sollte mindestens 25 Kilogramm auf die Waage bringen.

Bienen füttern mit Zuckerwasser

Anfangs habe ich außerdem zu viel Winterfutter den Völkern zur Verfügung gestellt, so dass der Futterreiz für die Bienen zu stark war. Bei der Fütterung geht es ja auch darum, dass die Bienen einen Anreiz erhalten, mehr Brut anzulegen. Wenn der Futterreiz zu stark ist, sprich zu viel Zuckerlösung zur Verfügung steht, dann wird das Futter auch in Brutwaben eingelagert, so dass kein Platz mehr für neue Brut zur Verfügung steht.

leere Zarge als Futterzarge

Auf beide Bienenvölker habe hierfür eine leere Zarge auf die vorhandene gestellt. Zwischen beiden Zargen habe ich Abdeckfolie getan, die ich auf der einen Seite etwas weggezogen, so dass die Bienen zum Futter gelangen konnten. Als Futter habe ich eine Zuckerlösung aus gewöhnlichem Haushaltszucker zur Verfügung gestellt. Ein Kilogramm Zucker habe ich auf 0,7 Liter Wasser gelöst. Daraus entstanden dann 1,3 Liter Lösung. Als Anleitung diente mir die Beschreibung von Georg Petrausch im Buch „Imkern in der Stadt“ (S.78). Den Zucker hatte ich im warmen Wasser bei beständigen rühren gelöst. Hierbei ist es wichtig, dass die Lösung anständig richtig gerührt wird, sonst setzt sich der Zucker wieder am Boden. In die Zarge habe ich Plastikbehältnis gegeben, das ich mit Schmiergelpapier an den Rändern angeraut habe, damit die Bienen am Plastik Halt finden. In diese Plastikschale habe ich dann die Zuckerlösung gegeben. Damit die Bienen in der Zuckerlösung nicht ertrinken habe ich Stroh in die Zuckerlösung gegeben.

Das erste Mal habe ich pro Volk ca. 2,5 Liter Zuckerlösung gegeben. Durch den Hinweis von einem guten Freund, den Link zu seinem Blog findet Ihr unten bei den Links zu diesem Artikel, habe ich dann den Futterreiz reduziert. Dieser starke Futterreiz war nach sechs Tagen von beiden Völkern eingetragen. Aufgrund des Hinweises reduzierte ich aber den Futterreiz auf 0,5 Liter Zuckerlösung und fütterte dafür häufiger. Leider habe ich vordem Füttern, nicht das Ausgangsgewicht der Völker ermittelt. Bienenvolk 1 wog in der zweiten Augusthälfte aber schließlich 32 Kilogramm inklusiver Zarge und Bienenvolk 2 28 Kilogramm. Durch das Füttern, wurde die Zahl der Bienen merklich erhöht, kurz das Füttern lieferte beiden Völkern an ausreichend starken Reiz, sich zu vermehren. Lag die Zahl der ausgebauten Rähmchen bei vier bis sechs, erhöhte sich dies bis Ende August auf 10 bis 11, wobei das zweite Bienenvolk wegen Rähmchen besetzte als das erste. Um das Gewicht bei beiden Völkern zu ermitteln wog ich zuerst eine leere Kiefern-Zarge zuhause (Gewicht ca. 2,3 KG). Eine Buchenzarge wiegt übrigens knapp über 4 KG. Die Ganzzargen von Liebig nehmen 12 Rähmchen Deutschnormalmaß (DNM) auf. Das Wiegen der Völker ist in meinen Augen recht kompliziert. Ich habe eine Haushaltswaage genommen, dazu ein etwas größeres Brett. Dann habe ich auf beiden Völkern die Futterzarge abgenommen. Die Waage habe zusammen mit dem Brett direkt neben die Waage gestellt und nun die Beute auf die Waage gehoben. Hierbei muss man unbedingt auf seinen Rücken achten.

Literatur, die das Thema Bienen und Winterfutter aufgreift:
Georg Petrausch „Imkern in der Stadt“

weitere Fotos von richtigen Futterzargen für Segeberger-Beuten am Lehrimkerstand im Wildpark Schwarze Berge:

Futterzarge für Segeberger-Beute

Futterzarge Segeberger-Beute

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