Die ersten eigenen Bienenvölker

Seit Freitag sind meine ersten Bienenvölker an Ihren neuen Standort. Nach langer Vorbereitung war es Freitag schließlich soweit. Nach der Arbeit habe ich die leeren Zargen eingeladen und bin dann los.

Zwei Liebig Beuten im Kofferraum

Bienenvölker werden immer in den Abendstunden abgegeben, damit so viele Flugbienen wie möglich in die Beute zurückkehren können wie möglich. Abends sammeln sich die Bienen in der Beute. Als ich abends bei meinem Imker ankam, haben wir zuerst die möglichen Ableger durchgeguckt. Letztendlich blieben nur Bienenvölker übrig, die ausreichend Rähmchen mit Brut hatten. So blieben am Ende nur zwei Völker. Wir haben die Rähmchen anschließend umgehängt. Die beiden Königinnen sind gezeichnet und stammen aus diesen Jahr. Beide Völker sind nicht gleich stark. Das eine Volk hat zwei Rähmchen mehr Brut als das andere.

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Standortsuche für Bienen

Nach langer Suche habe ich nun einen Standort für die Bienen gefunden. Die Suche nach einem Standort war doch etwas langwieriger als erwartet. In Frage kamen Brachen, Gärten, Dächer und Kleingärten. Hierzu musste man erst einmal herausfinden, wer der Eigentümer ist und wer dann überhaupt der Ansprechpartner sein könnte. So kommt man auf der Suche nach geeigneten Orten nicht nur herum sondern auch in Kontakt mit vielen Menschen. Grundsätzlich waren die meisten Menschen offen, jedoch muss man viele Detailfragen klären und den Ängsten der Menschen begegnen. Den genauen Standort kann ich hier nicht preisgeben, da in den letzten Monaten vermehrt Beuten und Bienen in Hamburg geklaut wurden.

Details zum Standort

  • Am Standort selber kann ich zwei bis drei Völker aufstellen. Wer ungefähr wissen will, wie viel Platz drei Völker brauchen, kann das unten auf dem Foto sehen.
  • Der Standort ist allg. sehr sonnig und hat Morgensonne, so dass die Beuten früh im Licht stehen. Dadurch soll die Aktivität der Bienen am Morgen befördert werden.
  • Der Flugverkehr der Bienen sollte Anrainer nicht stören. Kurz zum Nachbargrundstück sollte man etwas Abstand wahren bzw. das Flugloch nicht auf die Terrasse der Nachbarn ausrichten. Dies ist am Standort unproblematisch möglich.
  • Falls es Kleingärten in der Nähe gibt, muss man darauf achten, ob und was die Leute spritzen bzw. über die Gefahren frühzeitig informieren, die z.B. von gefährlichen Spritzmitteln für Bienen ausgehen.
  • In der Umgebung gibt es viel grün: Linden, Kastanien, Obstbäume, Nadelbäume, Blumen, etc. – die genauen Trachten, welche für Bienen interessant sein könnten, werde ich der nächsten Zeit mal genauer dokumentieren.
  • Um Diebstahl zu verhindern, sind die Beuten nicht direkt von der Straße aus sichtbar.

Drei Beuten am Lehrimkerstand im Wildpark Schwarze Berge

Nachtrag vom 30.12.2012
Im Artikel „Standortsuche für Bienen“ heißt es oben, dass Clothianidin ein Spritzmittel sei. Nach freundlichen Hinweis korrigiere ich dies nun auf die allg. Aussage auf „gefährliche Spritzmittel für Bienen“. Clothianidin ist ein Beizmittel und wird für das Beizen von verschiedenen Saaten verwendet. Das Gift gelangt durch die Pflanzesäfte in die Insekten.