EFSA sieht in Neonicotinoiden eine Gefahr für Bienen

EFSA sieht Risiken für Bienen

Am 21. Januar 2013 haben ca. 25.000 Menschen für eine bessere Landwirtschaft demonstriert. Viele Imker und Imkervereine unterstützen den Protest gegen den Einsatz von Neonicotinoiden in der Landwirtschaft und immer mehr Menschen sehen auch die Gefahren für die Bienen.

Vor diesem Hintergrund ist die folgende Pressemitteilung eine erstes positives Zeichen für die Bienen und Imker. Die European Food Safety Authority (EFSA), die im Auftrag der EU-Kommission die Risiken von Pestiziden bewertet, sieht in Neonicotinoiden wie Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam ein Risiko für Bienen. Bei Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam handelt es sich um Saatgutbeizmittel, das Saatgut wird damit vor der Aussaat behandelt, um Insekten zu bekämpfen. In Deutschland werden solche Saatbeizen u.a. von Syngenta und Bayer CropScience vertrieben. Zuletzt wurden diese Wirkstoffe trotz der bekannten Risiken nicht in Deutschland verboten.
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Neonicotinoide – Ursache für Vogel- und Bienensterben

Der folgende Vortrag ist von Dr. Henk Tennekes aus den Niederlanden. Er hat u.a. das Buch „Das Ende der Artenvielfalt“ verfasst. Im Vortrag wird erläutert wie das Gift Imidacloprid von Bayer CropScienc funktioniert und die immense Belastung von Böden und Gewässern. Dazu erklärt er verschiedene Wirkungsmechanismen von Giften. Der Vortrag macht deutlich, dass Imidacloprid, ein Neonicotinoid, den Bestand von Insekten vermutlich massiv schädigt und damit auch die Bestände von bestimmten Vögel massiv geschädigt werden.

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Guido Eich im Imkerhuus Bramfeld

Am 14. Mai hat Dr. Guido Eich vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) mit viel Humor seine Beobachtungen am Flugloch mit uns geteilt. Als Mitarbeiter des Instituts für Bienenkunde Celle hat Herr Guido Eich einen sehr spannenden Dia-Vortrag zum Verhalten von Bienen ca. 30-40 interessierten Imkern gehalten. Das Imkerhuus des Imkervereins Bramfeld war somit sehr gut gefüllt. Im Vortrag ging es vor allem darum, was sehe ich am Bienenvolk, in / an der Beute oder in der Natur und wie habe ich das Gesehene zu interpretieren. Das ganze war sehr spannend, sehr lehrreich. Alles kann ich an dieser Stelle nicht dokumentieren. Deshalb nur ein Beispiel, zu dem ich auch eigene Bilder habe. Wer sich für Vorträge von Herrn Guido Eich interessiert, findet am Ende des Artikels Links zu frei verfügbaren PDFs im Internet.

ausgebauter Baurahmen
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Standortsuche für Bienen

Nach langer Suche habe ich nun einen Standort für die Bienen gefunden. Die Suche nach einem Standort war doch etwas langwieriger als erwartet. In Frage kamen Brachen, Gärten, Dächer und Kleingärten. Hierzu musste man erst einmal herausfinden, wer der Eigentümer ist und wer dann überhaupt der Ansprechpartner sein könnte. So kommt man auf der Suche nach geeigneten Orten nicht nur herum sondern auch in Kontakt mit vielen Menschen. Grundsätzlich waren die meisten Menschen offen, jedoch muss man viele Detailfragen klären und den Ängsten der Menschen begegnen. Den genauen Standort kann ich hier nicht preisgeben, da in den letzten Monaten vermehrt Beuten und Bienen in Hamburg geklaut wurden.

Details zum Standort

  • Am Standort selber kann ich zwei bis drei Völker aufstellen. Wer ungefähr wissen will, wie viel Platz drei Völker brauchen, kann das unten auf dem Foto sehen.
  • Der Standort ist allg. sehr sonnig und hat Morgensonne, so dass die Beuten früh im Licht stehen. Dadurch soll die Aktivität der Bienen am Morgen befördert werden.
  • Der Flugverkehr der Bienen sollte Anrainer nicht stören. Kurz zum Nachbargrundstück sollte man etwas Abstand wahren bzw. das Flugloch nicht auf die Terrasse der Nachbarn ausrichten. Dies ist am Standort unproblematisch möglich.
  • Falls es Kleingärten in der Nähe gibt, muss man darauf achten, ob und was die Leute spritzen bzw. über die Gefahren frühzeitig informieren, die z.B. von gefährlichen Spritzmitteln für Bienen ausgehen.
  • In der Umgebung gibt es viel grün: Linden, Kastanien, Obstbäume, Nadelbäume, Blumen, etc. – die genauen Trachten, welche für Bienen interessant sein könnten, werde ich der nächsten Zeit mal genauer dokumentieren.
  • Um Diebstahl zu verhindern, sind die Beuten nicht direkt von der Straße aus sichtbar.

Drei Beuten am Lehrimkerstand im Wildpark Schwarze Berge

Nachtrag vom 30.12.2012
Im Artikel „Standortsuche für Bienen“ heißt es oben, dass Clothianidin ein Spritzmittel sei. Nach freundlichen Hinweis korrigiere ich dies nun auf die allg. Aussage auf „gefährliche Spritzmittel für Bienen“. Clothianidin ist ein Beizmittel und wird für das Beizen von verschiedenen Saaten verwendet. Das Gift gelangt durch die Pflanzesäfte in die Insekten.

Bundesregierung lässt erneut bienentötendes Bayer-Insektizid zu

Laut taz vom 26. März 2012 hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit zum dritten Mal in Folge eine Ausnahmegenehmigung für das Insektizid „Santana“ von Bayer Cropscience erlassen. Das Insektizid basiert auf so genannten Neonicotinoiden, die im Jahre 2008 bereits ein Bienensterben in Deutschland verursacht haben, worauf der Einsatz untersagt wurde und Bayer sich bereit erklärt hat, Schadensersatz an die betroffenen Imker zu leisten.

ORF-Bericht (2011?)

Nach Auskunft des NABU und des Pestizid Aktionsnetzwerkes (PAN) besteht für die Umwelt eine akute Gefahr, wenn solche Wirkstoffe ausgebracht werden. In anderen Artikeln wird übrigens auch der Zusammenhang zwischen Insektiziden und Vogelsterben erläutert. Weiterlesen