Die ersten eigenen Bienenvölker

Seit Freitag sind meine ersten Bienenvölker an Ihren neuen Standort. Nach langer Vorbereitung war es Freitag schließlich soweit. Nach der Arbeit habe ich die leeren Zargen eingeladen und bin dann los.

Zwei Liebig Beuten im Kofferraum

Bienenvölker werden immer in den Abendstunden abgegeben, damit so viele Flugbienen wie möglich in die Beute zurückkehren können wie möglich. Abends sammeln sich die Bienen in der Beute. Als ich abends bei meinem Imker ankam, haben wir zuerst die möglichen Ableger durchgeguckt. Letztendlich blieben nur Bienenvölker übrig, die ausreichend Rähmchen mit Brut hatten. So blieben am Ende nur zwei Völker. Wir haben die Rähmchen anschließend umgehängt. Die beiden Königinnen sind gezeichnet und stammen aus diesen Jahr. Beide Völker sind nicht gleich stark. Das eine Volk hat zwei Rähmchen mehr Brut als das andere.

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Neonicotinoide – Ursache für Vogel- und Bienensterben

Der folgende Vortrag ist von Dr. Henk Tennekes aus den Niederlanden. Er hat u.a. das Buch „Das Ende der Artenvielfalt“ verfasst. Im Vortrag wird erläutert wie das Gift Imidacloprid von Bayer CropScienc funktioniert und die immense Belastung von Böden und Gewässern. Dazu erklärt er verschiedene Wirkungsmechanismen von Giften. Der Vortrag macht deutlich, dass Imidacloprid, ein Neonicotinoid, den Bestand von Insekten vermutlich massiv schädigt und damit auch die Bestände von bestimmten Vögel massiv geschädigt werden.

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Der Hummelstaat – Dokumentation von Bernd Heinrich

Neben den Bienen gibt es weitere staatenbildende Fluginsekten. Wer sich den Header des Blogs genau angeschaut hat, wird erkennen, dass dort eine (Erd-)Hummel durch eine Zwiebelblüte klettert. Die Hummeln bilden wie die Bienen Staaten, wobei ein Hummelstaat aus 50 bis zu 600 Tieren bestehen kann. Nach dem Winterschlaf baut im Frühjahr die überwinterte Königin den Staat neu auf. Während Bienen erst ab Temperaturen über 10° Celsius ausfliegen, startet die Hummel-Königin schon darunter. Wie Bienen besitzen die Hummeln auch Pollenhöschen an den Beinen. Hummeln gehören neben den Bienen zu den wichtigsten Bestäubern. Hummel rütteln Pollen durch spezielle Vibrationen aus den Blüten.
Die folgende Dokumentation basiert auf den gleichnamigen Buch „Der Hummelstaat“ von Prof. Dr. Bernd Heinrich. Sie gewährt einen spannenden Einblick in das Leben der Hummeln.

Der Hummelstaat (Teil 1 von 3)

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8. Seminartag: Völkerkontrolle (Teil 1)

Zuerst waren wir wieder am Lehrimkerstand und haben nach den dortigen vier Völkern gesehen. Beim letzten Mal hatten wir aus dem einen Bienenvolk einen Ableger gezogen. Dort war mittlerweile eine Königin vorhanden, jedoch war sie noch unbegattet. Dies entsprach aber wohl der zeitlichen Vorstellung (ca. 3-4 Wochen vom Ableger ziehen bis zur Kontrolle), da wir nur Brut entnommen hatten, woraus dann eine Nachschaffungskönigin gezogen wurde. Die junge Königin bewegte sich hektisch über die Waben. In den anderen Völkern konnte man später auch die alt Königinnen sehen; dies bewegten sich sehr viel ruhiger. Der Ableger sah gut aus. Anschließend haben wir uns die anderen Völker angeschaut. Oft ist nicht unbedingt die Zahl der Zargen entscheidend sondern der Flugbetrieb an den Fluglöchern. Die Völker links und rechts auf den Fotos (Foto Nr. 2) standen jeweils auf drei Zargen. Während großer Flugbetrieb bei einem Volk war (Volk rechts außen), war ein Volk sehr schwach (Volk in der Mitte). Das dritte lag von der Volkstärke zwischen den beiden.

Flugbetrieb am Flugloch
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Guido Eich im Imkerhuus Bramfeld

Am 14. Mai hat Dr. Guido Eich vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) mit viel Humor seine Beobachtungen am Flugloch mit uns geteilt. Als Mitarbeiter des Instituts für Bienenkunde Celle hat Herr Guido Eich einen sehr spannenden Dia-Vortrag zum Verhalten von Bienen ca. 30-40 interessierten Imkern gehalten. Das Imkerhuus des Imkervereins Bramfeld war somit sehr gut gefüllt. Im Vortrag ging es vor allem darum, was sehe ich am Bienenvolk, in / an der Beute oder in der Natur und wie habe ich das Gesehene zu interpretieren. Das ganze war sehr spannend, sehr lehrreich. Alles kann ich an dieser Stelle nicht dokumentieren. Deshalb nur ein Beispiel, zu dem ich auch eigene Bilder habe. Wer sich für Vorträge von Herrn Guido Eich interessiert, findet am Ende des Artikels Links zu frei verfügbaren PDFs im Internet.

ausgebauter Baurahmen
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Standortsuche für Bienen

Nach langer Suche habe ich nun einen Standort für die Bienen gefunden. Die Suche nach einem Standort war doch etwas langwieriger als erwartet. In Frage kamen Brachen, Gärten, Dächer und Kleingärten. Hierzu musste man erst einmal herausfinden, wer der Eigentümer ist und wer dann überhaupt der Ansprechpartner sein könnte. So kommt man auf der Suche nach geeigneten Orten nicht nur herum sondern auch in Kontakt mit vielen Menschen. Grundsätzlich waren die meisten Menschen offen, jedoch muss man viele Detailfragen klären und den Ängsten der Menschen begegnen. Den genauen Standort kann ich hier nicht preisgeben, da in den letzten Monaten vermehrt Beuten und Bienen in Hamburg geklaut wurden.

Details zum Standort

  • Am Standort selber kann ich zwei bis drei Völker aufstellen. Wer ungefähr wissen will, wie viel Platz drei Völker brauchen, kann das unten auf dem Foto sehen.
  • Der Standort ist allg. sehr sonnig und hat Morgensonne, so dass die Beuten früh im Licht stehen. Dadurch soll die Aktivität der Bienen am Morgen befördert werden.
  • Der Flugverkehr der Bienen sollte Anrainer nicht stören. Kurz zum Nachbargrundstück sollte man etwas Abstand wahren bzw. das Flugloch nicht auf die Terrasse der Nachbarn ausrichten. Dies ist am Standort unproblematisch möglich.
  • Falls es Kleingärten in der Nähe gibt, muss man darauf achten, ob und was die Leute spritzen bzw. über die Gefahren frühzeitig informieren, die z.B. von gefährlichen Spritzmitteln für Bienen ausgehen.
  • In der Umgebung gibt es viel grün: Linden, Kastanien, Obstbäume, Nadelbäume, Blumen, etc. – die genauen Trachten, welche für Bienen interessant sein könnten, werde ich der nächsten Zeit mal genauer dokumentieren.
  • Um Diebstahl zu verhindern, sind die Beuten nicht direkt von der Straße aus sichtbar.

Drei Beuten am Lehrimkerstand im Wildpark Schwarze Berge

Nachtrag vom 30.12.2012
Im Artikel „Standortsuche für Bienen“ heißt es oben, dass Clothianidin ein Spritzmittel sei. Nach freundlichen Hinweis korrigiere ich dies nun auf die allg. Aussage auf „gefährliche Spritzmittel für Bienen“. Clothianidin ist ein Beizmittel und wird für das Beizen von verschiedenen Saaten verwendet. Das Gift gelangt durch die Pflanzesäfte in die Insekten.